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Autor Thema: Sneak Cottbus 02.08.07 + Gera 08.08.07: Kein Bund fürs Leben  (Gelesen 1811 mal)
Sebastian_S
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« am: 07. August 2007, 11:38:21 »

   
Kein Bund fürs Leben
Komödie - Deutschland 2007
90 Min. - Verleih: Constantin
Start: 30.08.2007

Das Abitur frisch in der Tasche, denkt Basti (Franz Dinda) nicht im Traum daran, zum Bund zu gehen, scheitert aber mit einer gefälschten Urinprobe wie sein Kumpel Schleifer (Florian Lukas). Eingezogen zu den berüchtigten Feldjägern, schließen sie während der Strapazen der Grundausbildung Freundschaft mit ihren Stubenkameraden: dem einsilbigen Ufo (Axel Stein), Streber Zonk (Till Trenkel), Weichei Justus (Christian Sengewald) und Ramboverschnitt Nefzat (Kailas Mahadevan). Dann steht ein Manöver gegen die ungeschlagenen GIs bevor.

Wacker-witzige Kommiss-Komödie mit zwerchfellerschütterndem Finale. "Knallharte Jungs"-Regisseur Granz Henman lässt deutsche Nachwuchs-Comedytalente auflaufen und sich zu einer chaotischen Einheit formieren.


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Haha was habe ich gelacht ACHTUNG! IRONIE
Der Film ist zwar ganz nett, hätte aber seichter nicht sein können. Die Gags sind eher mau und davon kommen auch noch viel zu wenige, der Humor ist zudem noch ziemlich kindisch sodass man den Film fast schon als "Klamotte" bezeichnen kann. Wenn man selbst bei der BW war stören einen viele Kleinigkeiten wie z.B. das Fehlen der Kopfbedeckung unter freien Himmel oder offene Knöpfe an der Feldbluse usw. die Liste ist lang. Aber der Film nimmt sich ja selbst nicht ernst, drum sollte man das auch nicht tun.
Leider konnte der Film nicht besonders zum lachen animieren eher mal zum schmunzeln und irgendwie fehlte da der letzte Schliff, darum nicht mehr als Mittelmaß.

5 von 10 "Mädchenschlüpfer"
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Eric
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« Antworten #1 am: 09. August 2007, 07:09:59 »

Eine witzige deutsche Komödie. ohne Fäkalhumor, ohne geklaute Gags aus besseren Filmen,
ohne Randgruppenwitze auf deren Kosten, mit gutem Soundtrack, mit guter detailreicher Ausstattung
und Set-DEsign, und mit Witzen der ganzen Bandbreite von flach bis tiefsinnig.
Das wäre mal was, aber so ein Film ist "Kein Bund fürs Leben" leider nicht. Und so wird
auch hier auf Gesichter uriniert, die Witze reichen von flach bis superflach, offensichtliche Details
stimmen nicht, sodaß man als ehemaliger Grundi sofort sieht, daß es nicht wirklich der Bund ist.
Beispiele:
- Munition wird in einem speziellen Mun-Depot gelagert und liegt nicht einfach so im Lager herum,
- jede Kaserne wird bewacht - wie sind die also mit dem Panzer rausgekommen?
- auf den Schränken in der Stube liegt nichts, normalerweise liegt dort der Seesack, Helm, Gasmaske usw.
- Warum haben die "Saving Ryans Privates" bis zu Ende geschaut? Der Kommandant hätte das doch sofort abbrechen können.
- Hundehaltung in einer Kaserne? Soweit ich weiß ist das nicht gestattet. Lediglich bei der Luftwaffe gibt es Ausnahmen für die "Flugplatzhunde" die als Glücksbringer schon zu Zeiten des ersten Weltkrieges da waren
- Wenn das eine Grundausbildungskompanie ist, sieht man beim antreten immer sehr wenig Leute. Oder ist das jetzt so?
- falsche Kleiderordnung hat Sebastian schon angesprochen, das mag für einen Außenstehenden nicht wie ein Fehler klingen,
das ist aber eins der ersten Sachen, die man eingetrichtert bekommt. Man bekommt Anweisungen welche Jacke mit welcher
Unterwäsche und welcher Hose zu tragen ist usw. SChließlich soll das Bild der BW in der öffentlichkeit (zumindest von der Kleidung) tadellos sein.

Wenn das die "starke Truppe" von heute sein soll, na dann gute Nacht. Gut, daß ich 1993/94 schon dort war...
4 / 10 "Brandneuen Gags mit Leuten die in der Not aus einem Fenster flüchten, um dann außen am Haus herumzubalancieren..."

PS:
Offener Brief an die Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BW

Sehr geehrte PR-Leute der Bundeswehr,

Ich weiß ihr habt diesen Film gefördert, weil ihr gedacht habt, daß ein lustiger Film gut für das Image der BW sein könnte. Ich machs kurz: das ist mißlungen. Keiner findet es witzig von Feldjägern aus seinem Leben gerissen zu werden und dann diese Sachen durchzumachen, wie in dem Film. Man kann das anders darstellen und von eurer Warte aus, sollte das auch anders dargestellt werden. Warum wird eigentlich ständig versucht die Zeit beim Bund als besonders witzig darzustellen. Ja sicher hat man auch Spaß, aber die meiste Zeit ist doch eher von dem Ernst der Ausbildung begleitet. Das wird natürlich kaum jemand in einem Film sehen wollen.
Dann schon lieber einen gut gemachten Actionfilm - und wenn ich deutschen Actionfilm sage, dann denkt jetzt bitte nicht gleich
an die Jungs, die "Der Clown" oder "Alarm für Cobra 11" drehen. Es gibt gute Regisseure in Deutschland, die mit
passendem Budget einen ordentlichen Actionfilm drehen können.

Nur mal so als Anregung, denn ein gut gemachter Actionfilm mit guter Story würde bestimmt imagefördernder sein,
als dieses Machwerk, was wir heute ansehen durften

mfG
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MIRIAMundANDREA
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« Antworten #2 am: 09. August 2007, 08:06:04 »

gut gebrüllt, Löwe Zwinkernd
Ich kann mich nur anschließen, ich wurde unterhalten, aber lachen konnt ich nicht, weil das alles schonmal da war.
Besser als der NVA Film und dieser schweiz/italien/ü-film, aber deswegen noch lange nicht gut.

4/10 lebenden Büschen
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mad
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« Antworten #3 am: 09. August 2007, 09:26:41 »

Öhm, wie soll die Bundeswehr bitteschön Stoff für einen "Actionfilm" liefern? Ich glaub da ist Synchronschwimmen spannender als die Action, die der Bund bieten kann.

Zum Film: "Police Academy 1-6" gepaart mit "Ein Käfig voller Helden". Klamauk meets Lächerlichkeit. Es war einfach nur schlimm. Axel Stein setzte mit seinen Szenen dem Schwachsinn noch das Sahnehäubchen auf. Eine solche hirnrissige Aneinanderreihung von Vorurteilen und Vorhersehbarkeit habe ich noch nicht gesehen. Zudem waren die "lustigsten" (haaahaaa) Szenen alle schon im (von regelmässigen Ü-Besuchern mehrfach gesehenen) Trailer zu bestaunen. Dass just an den Stellen im Film trotzdem lauthals gelacht wurde halte ich für ein Phänomen.

1 / 10 "Nur der Sanitäter kommt 10 Minuten später" (die einzige Stelle, an der ich lachen musste)

Ich versteh nicht, wie Florian Lukas und Jan Henrik Stahlberg da überhaupt zum mitmachen bewegt werden konnten. Und sehr verwunderlich ist, dass die Drehbuchautoren (bzw. der Regisseur) auf den Einsatz von Dialekten, insbesondere Sächsisch, verzichtet haben. Aber vielleicht wollten sie einfach nur Rücksicht auf die ohnehin strapazierten Lachmuskeln der Zuschauer nehmen.  :roll:
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Eric
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« Antworten #4 am: 09. August 2007, 13:41:14 »

Zitat
Öhm, wie soll die Bundeswehr bitteschön Stoff für einen "Actionfilm" liefern?


Das Zeug, was wir in der Grundi gemacht haben, bietet allein schon Stoff für 1 Film mit 3 Fortsetzungen  Cool
Was haben dann erst die Soldaten aus Somalia oder Afghanistan zu berichten...
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Steff
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« Antworten #5 am: 12. August 2007, 11:52:49 »

Na langer Abstinenz war ich mal wieder in der Ü und Dobby behielt mal wieder Recht: "Ein deutscher Film kommt selten allein - und meistens ist er noch schlechter als der Vorgänger". Da ich ja letzte Woche nicht da war, kann ich den letzten Teil nicht einschätzen. Aber nach den Aussagen der anderen und nach den Kritiken, war wenigstens der zweite Teil eine falsche Aussage.
Eigentlich war der Film ja ganz lustig, denn es gab ein paar gute Sprüche. Allerdings war es wieder mal absolut niveaulos, absolut vorhersehbar und Fäkalhumor darf natürlich auch nicht fehlen. Früher fand man das vielleicht mal lustig - nachdem man es aber schon tausendmal gesehen hat, kann man nicht mal mehr darüber schmunzeln. Und das Schlusslied war ja nun wirklich peinlich.
Wie nah die Geschichte um die Bundeswehr an der Wahrheit liegt, kann ich nicht einschätzen, weil ich ja als Mädchen keine Ahnung von den ganzen habe. Allerdings hatte der Film wahrscheinlich nie vor, die Wahrheit zu zeigen.

Da ich auch ein wenig lachen konnte, gebe ich:

5 / 10 schwule Momente
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Dobby
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« Antworten #6 am: 13. August 2007, 01:21:56 »

Zitat von: "Steff"
"Ein deutscher Film kommt selten allein - und meistens ist er noch schlechter als der Vorgänger". [...] Aber nach den Aussagen der anderen und nach den Kritiken, war wenigstens der zweite Teil eine falsche Aussage.

Dies lag beim besten Willen aber nicht an der hohen Qualität von "Kein Bund fürs Leben"(2007) sondern nur an der desaströsen Leistung von "Video Kings"(2007). ... Zwei Wochen hinter einander absolut sinnlose Filme. Hoffentlich folgen wir auch diese Woche der Sneak Cottbus, denn Sebastians Kritik macht Hoffnung.
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« Antworten #7 am: 15. August 2007, 15:03:07 »

Spoiler-Faktor: 0.5/3

Ich war niemals bei der Bundeswehr und diese Zeit ist mir zutiefst suspekt. Nicht nur dass vorher niemand hin will, wenn sie dann da sind alles beschießen ist, es im Nachhinein eine total lustige Zeit war aber niemand zurück möchte. Nein, auch im Suff immer wieder erzählen doch selten beim ersten Mal lustigen, aber vor allem beim zweiten und dritten und vierten und fünften Mal nervigen, Bundeswehranekdoten sind Gründe warum ich niemals einen Film zu diesen Thema sehen wollte. Leider musste ich dieses Vorhaben am letzten Mittwoch aufgeben.
„Kein Bund für’s Leben“(2007) ist eine weitere Peinlichkeit für den deutschen Film. Nicht nur dass die riesige Drehbuchautorenriege (Carsten Funke, Robert Löhr, Oliver Ziegenbalg, Oliver Philipp, Granz Henman) kaum eigene Ideen zu Papier und später auf die Leinwand brachte. Stattdessen klauen sie bei diversen Filmen, von „Police Academy“(1984) und Folgende bis „McHale's Navy“(1997). Auch was am Ende heraus kam war einfach nur lächerlich und sehr traurig. Denn geschlagene 90 Minuten werden Klischees, Fäkalhumor, Randgruppenwitze, Antiamerikanismus, an den Haaren herbeigezogene Fast-Situationskomik und noch von viel mehr Klischees aufgehäuft, bis der Misthaufen schließlich im großen Finale in sich zusammen fällt. Die Geschichte folgt dem offensichtlichsten Weg, ob nun sinnvoll, spannend oder einfach nur banal – Hauptsache es passiert nichts was man nicht schon Minuten im Voraus erahnen konnte.
Was im Drehbuch begann setzt sich über die gesamte Umsetzung fort. Sicherlich ist diese nicht vollkommen vor den Baum gelaufen wie zuletzt gesehen bei „Video Kings“(2007). Doch was man an Budget mehr zur Verfügung hatte fehlte eindeutig an Begeisterung und Herzblut. Alles ist handwerklich akzeptabel gemacht doch wirklich gut ist nichts. Auf aufregende Kamerafahrten oder wenigstens Bildkompositionen wartet man genauso vergebens wie auf überzeugende schauspielerische Leistungen oder gute musikalische Untermalung. Von dem was Komödien ausmacht, guten und auf den Punkt gebrachten Humor mal ganz abgesehen. OK, ein paar mal musste auch ich schmunzeln, ob nun aus Mitleid oder weil sich doch mal ein guter Witz auf die Leinwand verirrte. Doch das teilweise schallende Gelächter im Saal ist mir bis heute schleierhaft.
Alles in allem ist der neueste Granz-Henman-Film „Kein Bund für’s Leben“(2007) zwar professionell gemacht. Doch gerade für dieses Niveau ist das Ergebnis einfach nur peinlich.  Wäre ich bei der Bundeswehr oder einer der diversen beteiligten Filmförderungen für den Film verantwortlich, mir wäre die Erwähnung in diesem Film sehr unangenehm.

4/10 Major Hauptmann

P.S.: Der Hoffnungsträger des Films Axel Stein, der vom Trailer ausgehend scheinbar eine Hauptrolle und coole Figur darstellt, entpuppte sich als extreme Enttäuschung. Nicht nur dass er eine nichts sagende Randfigur spielt, dies tut er auch noch gelangweilt und weit unter seinem bisherigen Niveau.
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