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Frage: Wie fandest Du den Film (Schulnote)?  (Umfrage geschlossen: 10. Mai 2007, 09:07:58)
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Autor Thema: Ü 09.05.2007: Black Book  (Gelesen 5056 mal)
Eric
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« am: 10. Mai 2007, 06:40:34 »



Black Book
(Zwartboek)
Drama - Niederlande/Deutschland/G. 2006
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 154 Min. - Verleih: NFP (Warner)
Start: 10.05.2007
   
Die in Berlin gefeierte jüdische Revuesängerin Rachel Stein (Carice van Houten) findet in Holland Zuflucht vor den Nazis. Beim Versuch, sich in den sicheren Süden zu retten, gerät ihre Familie in einen Hinterhalt und wird bis auf Rachel ermordet. Um sich an denen zu rächen, die ihre Angehörigen verraten haben, schließt sie sich dem Widerstand an. Sie lässt sich als Spionin Ellis de Vries bei den Nazis einschleusen. Der deutsche Offizier Müntze (Sebastian Koch) fasst Vertrauen zu ihr, und als eine Befreiungsaktion brutal scheitert, taucht sie mit ihm unter.

Hollands Regie-Export Paul Verhoeven ("Starship Troopers") kehrt nach Europa zurück und widmet sich 30 Jahre nach "Der Soldat von Oranien" wieder dem Zweiten Weltkrieg. Sein actionreicher Thriller in opulenten Bildern bietet eine emotionale Tour de Force.

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Überraschend gut. Das liegt zum einen am erstklassigen Set-Design und den überzeugenden Schauspielern,
zum anderen an der spannenden Story.

8 / 10 Schokoladentafeln
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There's always money in the banana stand
mad
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« Antworten #1 am: 10. Mai 2007, 11:09:16 »

Ich hätte nicht gedacht, daß der Film so "unterhaltsam" ist. Die Geschichte hatte keine Längen, es war immer interessant, spannen und gut inszeniert. Aber ich weiss nicht ob ich mir den Film noch einmal anschauen würde...

7,5 / 10 "Einstellungstests"

Erstaunlich ist auch, daß der deutsche Titel auf einmal Englisch ist. Ich meine, "Das Schwarze Buch" hätte es doch auch getan. Die Filmtitel werden doch sonst immer so gern eingedeutscht.
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Dobby
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« Antworten #2 am: 12. Mai 2007, 13:55:40 »

Spoilerfaktor: 2/3

"Zwartbaek"(2006) wird von allen Seiten hoch gelobt: Er ist vielschichtig, er ist unterhaltsam, er macht nachdenklich, er verweigert sich dem Schwarz-Weiß-Schema, er ist spannend, er ist nicht vorhersehbar, er vermittelt ein ernstes Thema ohne stock-steif zu sein, er ist kurzweilig, ... seitenlange weitere lobende Kommentare ... er ist einfach toll. Der Film erreichte sogar die Nominierungen zum Besten Film der 63. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und Bester fremdsprachiger Film zu den Academy Awards of Merit 2007. Nur warum bin ich nicht so begeistert?
Ich möchte den Film nicht in der Luft zerreißen, dann so schlecht war er nun wirklich nicht. Die Geschichte Rachel Steins, einer jungen, jüdischen Varietésängerin während der letzten Tage der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, ist unzweifelhaft erzählenswert. Auch wenn sie selbst keiner historischen Person entspricht so wurde doch sehr viel Arbeit (etwas 20 Jahre) in die Recherche gesteckt. Rachel muss nach der Zerstörung ihres Versteckes vor der SS fliehen und gerät dabei über schon fast absurden Zufällen zur niederländischen Résistance und wird schließlich - wie sollte es auch anders kommen - Spitzel gegen und Geliebte eines hochrangige Offiziers des deutschen Sicherheitsdienstes.
Mit einem Blick für's Detail und viel Hingabe inszeniert Paul Verhoeven diese Geschichte und zaubert durchaus sehenswerte Bilder auf die Leinwand. Mit vielen unerwarteten Wendungen und ohne erhobenen Zeigefinger berichtet er dabei von den menschlichen Abgründen während der deutschen Besatzungszeit in den Niederlanden. Bewusst verweigert er sich dem sturen Gut-Böse-Denken und führt sowohl die Verfehlungen der gesamten Résistance-Bewegung, die abscheulichen Taten einiger ihrer Mitglieder aber auch die menschliche Seite der deutschen Besatzer (ohne aber ihre Taten zu verharmlosen) vor. Gleichzeitig erlebt der Zuschauer auch unterhaltsame Zwischenspiele die ihn zeitweise den ernsten Hindergrund der Geschichte vergessen lassen und eine entspannd-unterhaltsame Atmosphäre schaffen.
Soweit die Worte des Lobes, doch konnte all dies mich nicht überzeugen. Bekommt man jeden Tag ein tolles Schnitzel zum Mittag langweilt auch dieses nach nur hinreichend langer Zeit - es mag auf Sternekochniveau zubereitet sein aber irgendwann hat man Lust auf Milchreis. Genau so geht es mir mit dem Film. Ich bin gelangweilt von noch und noch und noch einem NS-Film. Mag er in Deutschland, Polen oder den Niederlanden spielen, aus Sicht der Deutschen oder Russen oder Insekten am Wegesrand berichten, dieses Thema ist nahezu ausgereizt. Einer der letzten Filme die hier noch Neues beitragen konnten war für mich "Captain Corelli's Mandolin"(2001). Es ist nun wahrlich bekannt, dass die Deutschen Juden und Résistance-Kämpfer verfolgten, der niederländische Widerstand mit allen Mitteln gegen sie kämpfte, dass einige deutsche Offiziere auf eigene Faust versuchten Blutvergießen zu verhindern und dafür standrechtlich erschossen wurden. Auch dass es in allen besetzten Gebieten Kollaborateure gab und diese nach der Befreiung von der Résistance und dem gemeinen Pöbel gelyncht wurden während die Alliierten dieser Lage anfangs nicht Herr wurden. Und Opportunisten gibt es nun wirklich überall zu Hauf. Mag auch viel Mühe in dem Film stecken, Neues bringt er nicht zu Tage und selbst die Verwischung der Gut-und-Böse-Grenzen mag zwar noch nicht bei Georg W. Bush angekommen sein, aber selbst Popkornfilme wie "Spiderman 3"(2007) versuchen mit ihr zu glänzen*.
Darüber hinaus beginnen sich Gerard Soeteman und Paul Verhoeven mit Fortschreiten der Handlung auch immer mehr in eine Unmenge an Nebenfiguren zu verstricken. Sobald ich glaubte einer dieser Figuren etwas näher zu kommen und ihr Handeln zu verstehen tauchten urplötzlich zehn neue Personen auf und am End war keiner der Charaktere auch nur ansatzweise mit Tiefe gezeichnet. So konnten sich die Schauspieler bemühen wie sie wollten, abgesehen von Rachel Stein und Ludwig Müntze bleiben nur schemenhafte Randfiguren ohne Profil über. Darüber hinaus waren die 142 Spielminuten auch ein wenig zu lang gewählt und während von allen Seiten die dichte Handlung ohne jede Länge gelobt wird hätte ich mir eine Straffung eben dieser gewünscht. Als Beispiel sei hier nur die Bad-Szene genannt, in der ein splitternackter Günther Franken (Waldemar Kobus) die Leinwand stürmen musste. Abgesehen von übermäßigen Unbehagen bot dieses Zwischenspiel weder Unterhaltung noch brachte es die Handlung voran.
Zusammenfassend muss ich feststellen dass der Film weder Fleisch noch Fisch ist. Paul Verhoeven wollte mit "Zwartbaek"(2006) gleichzeitig ein sehr ernstes Thema behandeln und unterhalten. So löblich dieses Vorhaben auch ist, er zwingt den Film damit in einen Schwebezustand zwischen allen Stühlen und dies kostet ihm zumindest meine Zuneigung. Naja, mit Filmen wie "Starship Troopers"(1997) und "Basic Instinct"(1992) konnte er mich maßlos überzeugen.

5.5/10 Ballastabwürfe

* Für das Beispiel danke ich den netten Kritiken auf http://www.KINO.de, selbst hätte ich es vollkommen übersehen.
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Eric
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« Antworten #3 am: 12. Mai 2007, 16:36:54 »

Zitat
Naja, mit Filmen wie "Starship Troopers"(1997) und "Basic Instinct"(1992) konnte er mich maßlos überzeugen.


Was ist mit "FLESH AND BLOOD", "ROBOCOP", "TOTAL RECALL", "HOLLOW MAN" und "SHOWGIRLS"  :lol:

Zumindest 3 1/2 davon finde ich auch sehr gut  Cool
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Dobby
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« Antworten #4 am: 13. Mai 2007, 03:30:41 »

Zitat von: "Eric"
Zitat
Naja, mit Filmen wie "Starship Troopers"(1997) und "Basic Instinct"(1992) konnte er mich maßlos überzeugen.


Was ist mit "FLESH AND BLOOD", "ROBOCOP", "TOTAL RECALL", "HOLLOW MAN" und "SHOWGIRLS"  :lol:

Zumindest 3 1/2 davon finde ich auch sehr gut  Cool


Dann stellt sich natürlich noch die Frage wie ich "Hagedis teveel, Een"(1960) fand Lächelnd .... aber Schertz bei seite: Zum Teil habe ich sie garnicht erst gesehen, teils sind sie ganz ok und einen Teil mag ich nicht. Also ganz durchwachsen.
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Steff
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« Antworten #5 am: 13. Mai 2007, 11:08:18 »

Mal wieder bekamen wir einen Film mit einem wahren Hintergrund in der Überraschungspremiere zu sehen. Das finde ich eigentlich ziemlich gut, denn im Vergleich zu ander Filmen, die man sonst so sieht, können diese doch ein gewisses Niveau halten. Außerdem läßt sich schlecht über die Story schimpfen, denn wenn es wirklich so passiert ist, kann man nix dran ändern.
Ich fand den Film kein bißchen langweilig. Er hat immer wieder überrascht und war nicht vorhersehbar. Allerdings war er wirklich etwas lang, was dazu führte, daß wir uns ziemlich beeilen mußten, um den Zug noch zu erwischen.
Ich finde die Geschichte über eine starke Frau wirklich gut erzählt. Sie wirft ihre religiösen Prinzipien über Bord, um sich anzupassen, aber verliert nie ihr Ziel aus den Augen - war klasse gespielt. Die Schauspielerin erinnerte mich etwas an Kirsten Dunst, die ich auch wegen ihrer Natürlichkeit mag.

Ich fand den Film zwar nicht überagend, aber ziemlich gut. Deshalb gebe ich:

7,5 / 10 sterile Hammer
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miri
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« Antworten #6 am: 26. Juli 2007, 14:04:10 »

Nagut, ich weiß zwar auch meine Zeit besser zu verbringen, aber so schlimm war der Film nicht, auch wenn ich was besseres erwartet hätte.
Aber echt lustig, Mädel blondiert sich die Schamhaare, Mensch, weib! Hättest du mal in Chemie aufgepasst!

6/10 Pianisten
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« Antworten #7 am: 26. Juli 2007, 16:51:27 »

Zitat von: "MIRIAMundANDREA"
Nagut, ich weiß zwar auch meine Zeit besser zu verbringen, aber so schlimm war der Film nicht, auch wenn ich was besseres erwartet hätte.
Aber echt lustig, Mädel blondiert sich die Schamhaare, Mensch, weib! Hättest du mal in Chemie aufgepasst!

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Ich bin beeindruckt nach wie langer Zeit du noch deine Kommentare zu den Filmen abgibst. Aber dafür arbeitest du dann auch 10 Stück in 5 Minuten ab Lächelnd
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